Vorbilder braucht jeder

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Schon über einen sehr langen Zeitraum hinweg, gab es hier in meinem Blog keine Vorstellung eines anderen Fotografen mehr. Dies ist gleich in doppelter Hinsicht schade, denn gerade in meinem Umfeld bewegen sich sehr viele Menschen, die es verblüffend gut verstehen mit Ihrem Foto-Equipment umzugehen.

Einer von Ihnen ist Leo. Im bürgerlichen Leben hört auf den Namen Leo Walter, stammt aus dem Baujahr 1960, ist ein herzensguter Bayer und lebt heute in der Nähe von Nürnberg.

Wir beide kennen uns schon eine gefühlte Ewigkeit und haben im Laufe der letzten Jahre auch immer mal wieder gemeinsame Schnittpunkte in unserem fotografischen Leben gehabt.

Der ein oder andere von Euch weiß es ja vielleicht noch, dass ich vor ein paar Jahren – zusammen mit Manfred Czichon – dass „Freie Foto Forum“ aus der Taufe gehoben habe. Schon damals gehörte Leo zum Kreis der engsten Mitstreiter und kann von daher auch mit Fug und Recht als „feste Größe“ bezeichnet werden. Maßgeblich war er dort an der Gestaltung – des mittlerweile abgeschalteten – FFF-Blog beteiligt, da er sich kontinuierlich als Autor und Ideengeber eingebracht hat.

Schon damals stachen seine Aufnahmen stets aus der breiten Masse hervor. Ob es nun der Blickwinkel, das Motiv oder die Bearbeitung der Fotos gewesen ist; seine Motive hatten stets das gewisse Etwas. Dies mag auch daran gelegen haben, dass er uns stets an seinen fotografischen Exkursionen teilhaben lies und diese führten Ihn an die unterschiedlichsten Orte dieser Welt.

Er hat auf seinen fotografischen Streifzügen schon den ganzen Erdball umrundet und dabei sein Stativ auf nahezu jedem Kontinent dieser Erde aufgestellt. USA, Indien, Tansania, Marokko, Österreich, … – kein Ort, wo er nicht schon einmal gewesen wäre. Es ist von daher fast unnötig zu erwähnen, dass gerade die Reisefotografie eine seiner absoluten Stärken ist und es Ihm stets, wie kaum einem Zweiten, gelingt, den Flair und den Zauber der fremden Umgebung fotografisch einzufangen. Man hat regelrecht das Gefühl, selber dabei gewesen zu sein.

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich schon das ein oder andere Mal versucht habe, einen seiner Bild-Looks für meine Fotos zu kopieren bzw. zu imitieren.

Gelungen? Nein, gelungen ist es mir bisher nicht, denn dafür ist seine Bildersprache und die Form der Nachbearbeitung einfach zu speziell. Gerade diese ausdrucksstarken S/W-Bilder, die schon fast an Radierungen oder Bleistiftzeichnungen erinnern, wollen mir einfach nicht gelingen. Genau dies stellt wiederum aber auch gar kein Problem für mich dar, denn nicht umsonst heißt dieser Artikel „Vorbilder braucht jeder“.

Ebenfalls sehr spannend, finde ich seine Sicht auf die alltäglichen Dinge des Lebens. Interessant, neu, faszinierend und manchmal sogar etwas befremdlich. Da werden normale Spielwürfel so aufgeschichtet, dass der gute Herr Escher seine wahre Freude daran gehabt hätte oder es werden Einkaufswagen aus einem so ungewohnten Blickwinkel abgelichtet, dass man diese erst auf den zweiten Blick auch als solche erkennt. Es gelingt Ihm halt immer wieder aufs Neue, mit der Wahrnehmung des Betrachters zu spielen und diesen ein ums andere Mal in die Irre zu führen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es scheinbar kein fotografisches Thema gibt, aus dem er nicht das Beste herausholt. Die folgenden Bilder dürften diesen Eindruck nur noch untermauern.

Nun bleibt für uns alle nur zu hoffen, dass unser Leo niemals die Fotografie an den Nagel hängt und uns auch in Zukunft stets mit spannenden und sehenswerten Motiven versorgt.

Abschließend kann ich aber sagen, dass es mir eine riesige Freude bereitet hat, dass ich Euch heute eine kleine – aber sehr feine – Auswahl seiner Bilder präsentieren durfte.

@Leo: An dieser Stelle geht ein ganz großen Dankeschön in Deine Richtung!

P.S: Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und noch viel mehr von Leos Fotografien sehen möchte, der sollte doch einfach mal die folgenden Links besuchen:

https://500px.com/leowalter

http://www.facebook.com/WaleArt

– Alle Fotografien in diesem Artikel © by Leo Walter –

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